ARUS wagt den Sprung zu Wasserstoff und bereitet sich darauf vor, die Energiewende im Formula Student anzuführen.
ARUS wagt den Sprung zu Wasserstoff und bereitet sich darauf vor, die Energiewende im Formula Student anzuführen.
Das Team der Universität Sevilla beginnt seinen Übergang zu Wasserstoff als neuem Energieträger mit dem Ziel, als erstes in Spanien in dieser Kategorie anzutreten.
Die Höhere Technische Schule für Ingenieurwesen (ETSi) der Universität Sevilla war Gastgeber des Saisonabschlusses 2024/25 des Andalucía Racing Teams (ARUS), dem Formula Student Team der Universität Sevilla, das an der Hochschule beheimatet ist. Die Veranstaltung diente nicht nur als Abschied vom Rennwagen ART-25D, sondern auch als Startpunkt für die bisher ambitionierteste technologische Transformation des Teams: den Umstieg auf Wasserstoff als neue Energiequelle.
Eine strategische Verpflichtung, die vom ETSi und seinem Forschungsökosystem unterstützt wird.
Unter dem Motto „Wie geht es nun weiter?“gab ARUS offiziell den Start seines Zweijahresplans zur Entwicklung seines zukünftigen Wasserstofffahrzeugs bekannt. Diese neue Phase ist eng mit den Forschungsaktivitäten des ETSI (Technische Fakultät für Ingenieurwissenschaften) verknüpft, wo in den letzten Jahren zahlreiche Gruppen national und international anerkannte Projekte in den Bereichen Wasserstoff, Energieumwandlung und Brennstoffzellentechnologien geleitet haben.
Dank dieser engen Anbindung an die Wissenschaft erhalten Studierende direkte Unterstützung von Professoren und Forschern aus den Bereichen Chemieingenieurwesen, Materialwissenschaften, Elektronik, Mechanik, Energietechnik und Regelungstechnik. Die Entwicklung des neuen Fahrzeugs profitiert von diesen Fortschritten und integriert angewandtes Wissen über Wasserstoffspeicherung, Energiesysteme, Energiemodellierung, Wärmemanagement, Sicherheit und neue Verbundwerkstoffe. Diese Synergie unterstreicht das Engagement der ETSi als Zentrum für Innovation, Technologietransfer und praxisorientierte Ausbildung der Ingenieure von morgen.
Abschied von ART-25D und Bilanz eines entscheidenden Jahres
Die Veranstaltung unterstrich die Bedeutung des ART-25D, eines Einsitzers, der einen Wendepunkt in der Geschichte von ARUS markiert. Zu den Errungenschaften dieser Saison zählt die Entwicklung eines Monocoque-Chassis aus Kohlefaser, das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen Studierenden und Forschungsgruppen für fortgeschrittene Werkstoffe an der ETSi (Fakultät für Ingenieurwissenschaften).
Das Team präsentierte außerdem Weiterentwicklungen des Radsystems, das Allradantrieb mit je einem Motor pro Rad kombiniert. Diese Architektur, die durch die Zusammenarbeit der Fakultät und deren Forschungserfahrung in Fahrzeugdynamik und Konstruktionstechnik ermöglicht wurde, verbesserte die Rennstreckenperformance deutlich. Ergänzend dazu spielte die Hochvoltbatterie – die vom Team unter fachlicher Beratung der Fakultät entwickelt wurde – eine Schlüsselrolle bei der Erfüllung der hohen Anforderungen des Allradsystems.
Sämtliche Elektronik- und Steuerungssysteme, von Leistungsmodulen bis hin zu Sicherheitsschaltungen, wurden von ARUS in Zusammenarbeit mit Dozenten aus den Bereichen Elektronik, Telekommunikation und Systemtechnik entwickelt, wodurch ein Lernmodell auf der Grundlage realer, fortschrittlicher Ingenieurprojekte gefestigt wurde.
Eine Saison mit internationalen Hits
Die Veranstaltung feierte auch die Erfolge der Sommerwettbewerbe: Formula Student Spanien (Montmeló), Formula Student Niederlande (TT Assen) und Formula Student Deutschland (Hockenheimring), wo ARUS erneut seine Wettbewerbsstärke unter Beweis stellte. Das Team erreichte zwei Podiumsplätze beim spanischen Wettbewerb und absolvierte in Deutschland erstmals einen Test im autonomen Modus – ein historischer Erfolg, der das Potenzial des Ausbildungsmodells und die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Studierenden und Forschenden unterstreicht.